2.5 Diagnostik

Die Diagnostik soll drei Fragen klären:

  • Sind die Beschwerden des Patienten dem BPS zuzuordnen?
  • Was ist das Ausmaß der Beschwerden und besteht Behandlungsbedarf?
  • Welches Therapieverfahren ist am besten geeignet?

Hierzu sollen bei allen Patienten folgende Untersuchungen durchgeführt werden, die als Basisdiagnostik bezeichnet werden:

  • Anamnese, einschließlich einer genauen Medikamentenanamnese
  • Quantifizierung von Symptomen und Leidensdruck/Lebensqualität (z. B. IPSS)
  • Körperliche Untersuchung mit digito-rektaler Untersuchung (DRU)
  • Urinstatus (Stix/Mikroskopie)
  • PSA
  • Uroflowmetrie
  • Sonographie von Blase (inkl. Restharnbestimmung) und Prostata (vorzugsweise TRUS)
  • Beurteilung des oberen Harntraktes (Sonographie der Nieren/Serum-Kreatinin)
  • Fakultativ können weitere Untersuchungen angeschlossen werden wenn eine zusätzliche differentialdiagnostische Abgrenzung notwendig ist. Dazu zählen:
    • Miktionsprotokoll
    • Druck-Fluss-Studien
    • Sonographische Messung der Detrusordicke
    • Urethrozystogramm
    • Endoskopie